Inhalt


Der "Newsletter des RPZ Schönberg" ist der Nachfolger des "Newsletter des RPA Gießen" ab April 2007 und setzt dessen Tradition und Geschichte fort. Sie finden in diesem Newsletter Hinweise zu religionspädagogischen Veranstaltungen, Materialien und interessanten Webseiten. Der Newsletter hat zur Zeit 890 Abonnent/-innen. Der "Newsletter des RPZ Schönberg" erscheint jeweils in der ersten Woche des Monats. 


In eigener Sache

Die Kirchenleitung der EKHN hat mich zum 16.4.07 zum neuen Direktor des Religionspädagogischen Studienzentrums (RPZ) Schönberg ernannt. Für dieses Vertrauen bin ich sehr dankbar und gehe mit Freude an diese neue Aufgabe heran. Das Religionspädagogische Amt in Gießen verlasse ich mit großem Bedauern, da mir die Arbeit dort in den vergangenen acht Jahren sehr viel Freude gemacht hat. 

Den "Newsletter des RPA Gießen", der kontinuirlich seit dem Jahr 2000 monatlich erscheint, nehme ich gerne mit hinüber nach Schönberg. Dort wird er ab nun als "Newsletter des RPZ Schönberg" weiterhin erscheinen.  Wer von Ihnen diesen "Newsletter" nicht mehr beziehen möchte, kann über den untenstehenden "Abmelde-Button" den Bezug kündigen. Ich nutze den Übergang ins RPZ Schönberg, um dem "Newsletter" ein neues Gewand zu geben. Er erscheint ab heute im HTML Format. Fast alle PC Nutzer haben den Email Empfang mittlerweile von TXT auf HTML Mail umgestellt. Wer Probleme mit dem Empfang des neuen "Newsletters" haben sollte, melde sich bitte unter uwe.martini@rpz-ekhn.de.  Auch Rückmeldungen anderer Art werden gerne engegengenommen. 

Ich hoffe, dass der neue und alte "Newsletter des RPZ Schönberg" Ihnen weiterhin oder von Neuem Anregungen und Tipps in Ihrer religionspädagogischen Praxis geben wird. 
Mit herzlichen Grüßen
Uwe Martini, Direktor 


1. Ohne Vision

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Ein Text von Dorothee Sölle ist mir wieder einmal über den Weg gelaufen und ich bin darüber gestolpert. Sölle schreibt:

" 'Ein Volk ohne Vision geht zugrunde' heißt es der Bibel. In der lutherischen Übersetzung klingt es etwas anders: 'Wo keine Weissagung ist, wird das Volk wild und wüst; wohl aber dem, der das Gesetz handhabt.' Martin Buber übersetzt die "Vision" mit "Schauung". Mit "Vision", "Weissagung" oder "Schauung" ist hier die Stimme der Propheten gemeint, die zusammen mit dem "Gesetz" den damals vorhandenen Kanon der hebräischen Bibel bildeten. "Vision" und "Gesetz" sind also nicht als Gegensätze zu verstehen, in denen sich Yogis und Kommissare verständnislos gegenüberstehen, und die eine Gruppe die visionäre Traumwelt und die andere die reale Machbarkeit repräsentieren. Vision und Tora gehören vielmehr in der Bibel zusammen. Martin Buber hat immer wieder darauf hingewiesen, daß die Übersetzung "Gesetz" für die jüdische Tora eine Verfälschung darstellt, eine Unterwerfung des hebräischen Denkens unter griechische Normen und Begriffe. "Tora" bedeutet in der hebräischen Bibel mehr als objektiv gewordenes Gesetz, mehr als juristische Verfassung oder Regelsammlung. Tora heißt Weisung, Anweisung, Hinweisung, Unterweisung, Belehrung; der sie gibt, Gott, ist nicht Gesetzgeber, sondern Lehrer. In diesem Sinn ergänzen sich Gesetz und Vision; die Anweisung zum gerechten Leben wird in den Bildern des wahren Lebens erneuert und erinnert", soweit Sölle.

Ein Volk ohne Vision geht zugrunde, so lautet der aufrüttelnde Satz. Er gilt auch in andern Bezügen: Eine Kirche ohne Vision geht zugrunde. Eine Schule ohne Vision geht zugrunde.

Die Ev. Kirche in Hessen und Nassau ist gerade dabei eine Perspektivendiskussion zu führen - auch in der EKD wird nach der "Kirche der Freiheit" gefragt. Die EKHN sucht dabei auch wieder nach Visionen in der "Perspektive 2025".

Der Sölle-Text hat mich darauf hingewiesen, das wir in unseren Überlegungen und Fragen nach der Zukunft der Kirche in erster Linie zu schauen haben nach den Möglichkeiten eines gerechten Lebens in unserer zukünftigen Gesellschaft. Daraus ergeben sich Folgerungen für die Gestalt der Kirche, die sich in den Dienst dieser Gerechtigkeit stellt. Wenn ich "Zukunft" schaue, frage ich also nicht zuerst nach den demographischen Veränderungen der Bevölkerung, die uns Einbrüche in den Kirchensteuern erbringen wird, sondern ich frage nach den Lebensmöglichkeiten der Generationen, die wir heute als Kinder in den Grundschulen und als Jugendliche in den beruflichen Schulen bspw. haben.

Und hier laufen kirchliche und schulische Visionen zusammen. Und nur in dieser gemeinsamen Schau von Kirche und Schule werden wir gerechte Lebensmöglichkeiten für zukünftige Generationen schaffen können.

Wo können diese Visionen geboren werden? Nur in den Begegnungen von schulischen und kirchlichen Vertretern auf allen Ebenen:  Religionslehrer/innen und Pfarrer/innen, Kirchenvorstände und Schulleitungen, Kirchenleitung und Ministerium, und so fort,  besonders aber in den Gesprächen vor Ort, in Gesprächen in denen es um ganz konkrete Kinder geht und um deren ganz eigene Lebenswege.

Zur Zeit taucht die Perspektive "Schule" in den Visionen der Ev. Kirche in Hessen und Nassau nur ganz am Rande und sehr verschwommen auf. Es lohnt sich, dies zu ändern. Also: Nehmen Sie die Gespräche auf! Schaffen wir gemeinsame Visionen für eine  gerechtes Leben zukünftiger Generationen! Für eine Kirche und für eine Schuloe, die daran mitwirken - gemeinsam! Das RPZ Schönberg kann und wird seinen Beitrag leisten!


Liebe Grüße
Ihr
Uwe Martini, Direktor


2. Webseite des Monats

Kommunikatives Lernen mit Alten und Neuen Medien: Gebet

So nennt Martin Sander-Gaiser (PTI Kassel) seine neue Webseite. Dort stellt er Lernen mit 5D vor. Dies ist eine "neue Form des Lernens von Religion. Die Metapher der 5. Dimension steht dabei für eine bestimmte [theologische und lernpsychologische Orientierung]. Es geht um gemeinschaftliches, kommunikatives und spielerisch Lernen. Dabei kommen alten und neuen Medien zum Einsatz. 5D wurde bereits mit anderen Fächern erprobt. [In diesem Quicktime-Film] bekommen Sie sehr gute Einblicke in die Leitideen und praktischen Erfahrungen von 5D."

"Lernen in 5D organisiert sich mit Hilfe von Lernstraßen und Aufgaben, die zum Teil mit, zum Teil ohne Computer zu bearbeiten sind. Neben Computern braucht es noch Arbeitsflächen für die die anderen Stationen. Denkbar ist ein großer Raum mit einigen Computern oder die gleichzeitige Arbeit im Klassenzimmer und Computerraum. Die Kinder wechseln dann die Räumlichkeiten, je nach Arbeitsauftrag.

Wir stellen möglichst alle Materialien online zur Verfügung. Deshalb sollten die Computer über eine Internetzugang und Drucker verfügen. Sound ist gut, aber nicht unbedingt notwendig. Bei langsamen Internetverbindungen kann es zu Problemen bei der Darstellung der Video's kommen. Dann sollte die entsprechende Station übersprungen werden."

Zur Zeit finden Sie auf der Seite eine Lernstraße zum Thema Gebet für Grundschule mit Informationen für Unterrichtende und mit den Aufgaben für die Schülerinnen und Schüler.

Diese Seite ist besonders wertvoll, da sie innovativ darstellt wie das Lernen mit neuen medien auch für die grundschule sinnvoll und praktisch möglich ist.


3. Tipp: Fotoroman

Dieser Tipp stammt von Sebastian Schuhbeck: "Viele werden das Genre "Fotoroman" ja aus der Jugendzeitschrift "Bravo" kennen: Abfotografierte Bildergeschichten mit realen Personen und Sprechblasen oder Bildunterschriften zu einer "Story", die sich - im Fall von "Bravo" - schwerpunktmäßig um Liebe und Freundschaft dreht (bzw. um das, was die Macher der Zeitschrift darunter verstehen).
Im Zeitalter von Digitalkameras ist es eine Überlegung wert, ob man bei geeigneten Themen seine Schülerinnen und Schüler nicht auch einmal einen ernsthaften Fotoroman selbst erstellen lässt. Entscheidend ist allerdings dabei, dass sich die Kleingruppen im Vorfeld bereits genau die Einzelbilder und die Texte der Geschichte überlegen und im Sinne eines Storyboards auch durchaus erst einmal auf Papier skizzieren. Der Einsatz von solchen handgezeichneten Storyboards ist bei Profis der Filmindustrie völlig selbstverständlich; diese Tatsache kann den  Schülern durchaus als Motivation am Anfang der Arbeit mitgeteilt werden, weil damit eine noch intensivere Auseinandersetzung mit der Materie gegeben ist, als wenn man sich sofort daran macht, quasi aus dem Bauch heraus seinen Fotoroman zu realisieren.
Formal ist es wichtig, bei den verschiedenen Fotos immer wieder die Perspektive und die Kameraeinstellung zu wechseln, um ein insgesamt lebendiges Werk entstehen zu lassen. Das heißt, dass zum Beispiel Nahaufnahmen, Portraitaufnahmen, Ganzkörperansichten, Panoramabilder, Detailaufnahmen und unterschiedliche Blickwinkel abwechseln sollen.  Zu beachten ist allerdings, dass so ein Projekt nicht ohne die Zustimmung der abgebildeten Personen ins Internet gestellt werden darf. (Muss ja auch nicht sein! Eine CD-ROM mit den Einzelbildern, die man einfach als Diashow mit einem Beamer projiziert, ist viel leichter erstellt. Ein Onlinebeispiel, wie so etwas aussehen kann, finden Sie (und Ihre Schüler) unter folgender Adresse (hier geht es um das Thema Sekten): http://www.relinfo.ch/fotoroman/alle.html "


4. Wieder einmal: Die Bibel

- www.die-bibel.de
Die Deutsche Bibelgesellschaft hat ein neues Internet-Portal rund um die Bibel gestartet. Natürlich sind auf dem Bibelportal die Textausgaben der Lutherbibel, der Guten Nachricht und anderer Übersetzungen verfügbar, hinzu kommen Hintergrundinformationen wie Erläuterungen, Fotos und Landkarten.  Wer will, kann über das Portal Bibelverse zu Geburtstagen und anderen Anlässen als SMS verschicken. Registrierte Benutzer können sich einen Bibeleseplan zusammenstellen, außerdem lassen sich über Postleitzahlensuche Bibelkreise in Wohnortnähe finden. Im angeschlossenen Shop gibt es vielfältige Publikationen zur Bibel, von der Download-Bibel für den PDA bis zum klassischen Bibelatlas.

- Webfish für die BasisBibel
Mit dem WebFish prämieren die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) die besten christlichen Internetangebote in deutscher oder englischer Sprache. Der mit 1500 Euro dotierte Preis wurde zum elften Mal vergeben. Die Jury-Vorsitzende, Bischöfin Margot Käßmann, wird den Preis am 11. Mai in Hannover überreichen.
An BasisB gefallen den Juroren besonders das umfangreiche inhaltliche Angebot, die jugendgerechte Form und der Einsatz von interaktiven Medien wie SMS-Diensten und MP3-Angeboten. Das Internetportal der BasisBibel ist zudem barrierefrei zugänglich.
Die BasisBibel ist die weltweit erste Bibelübersetzung speziell für die neuen Medien: Durch die Kombination von kurzen Sätzen und direkten Verweisen (Links) auf Erklärungen ist es gelungen, den Text wortgetreu zu übersetzen und zugleich leicht verständlich zu bleiben. Das innovative Konzept der BasisBibel vereint so die Vorzüge klassischer und moderner Bibelübersetzungen.
Die BasisBibel erscheint im Mix von Multimedia-DVD, Taschenbuch und Internetportal. Jugendliche und andere Interessierte können sich im Internetportal am Übersetzungsprozess beteiligen, sich über biblische Inhalte austauschen und die BasisBibel in ihrer Funktionalität nutzen.

-  "Across the Bible"
Ziel des Projektes ist es, Schülern die Werte, die in der Bibel überliefert werden, und den Sprachgebrauch der Bibel bewusst zu machen. Beim Lesen der Bibel lernen die Schüler die Bibel-Charaktere kennen, erfahren etwas über deren Leben und Werte. Sie steigern ihre Kreativität und Kommunikationsfähigkeit, und sie erlangen auch ein Hintergrundwissen über Aspekte wie Wahrheit, Gerechtigkeit, Mitgefühl, Großzügigkeit, Vergebung und Liebe. ...
An der Peter-Petersen-Schule nehmen Schüler des Religions- und Englischunterrichtes am Projekt teil. Schüler des Englischunterrichtes arbeiten in den AtB-Foren mit. Im Religionsunterricht wollen wir entdecken, welchen Appell die biblischen Geschichten an uns richten und inwieweit sie eine Herausforderung für uns sind. Die Themen und die damit verbundenen biblischen Geschichten orientieren sich am Lehrplan des Landes Hessen, Deutschland. Auf unserer Website präsentieren wir eine Auswahl an biblischen Geschichten, die wir im Unterricht tiefgründig erkundeten.



5. Paul Gerhardt

- Paul Gerhardt im WDR
Verschiedene WDR Radiobeiträge erinnern anlässlich des 400. Geburtstages am 12. März 2007 an den Barockdichter, dessen Worte lebendiger sind als alle anderen seiner Zeit. Mit Audiodateien (MP3) als Download.

- Paul Gerhardt - Geh' aus mein Herz (DVDplus)
Dokumentationsfilm von Gerold Hofmann, D 2007, 30 Min., Farbe, FSK: LEHR
Paul Gerhardts Lieder zählen neben Grimms Märchen und Luthers Bibelübersetzung zu den bekanntesten Texten der deutschen Literatur. Johann Sebastian Bach hat seine Verse "O Haupt voll Blut und Wunden" in der Matthäuspassion vertont. Bach, Luther und die Brüder Grimm sind jedem Deutschen ein Begriff, Paul Gerhardt ist es nicht. Doch seine Lieder sind bekannt: "Geh aus mein Herz und suche Freud", "Lobet den Herren, alle die ihn ehren", "Die güldne Sonne", "Nun ruhen alle Wälder" sind gleichsam im kollektiven Gedächtnis der Deutschen gespeichert, auch wenn an den Namen ihres Autors selten erinnert wird und den meisten Menschen über sein Leben nichts bekannt ist. Die Fernsehdokumentation aus Anlass des 400-jährigen Geburtstags von Paul Gerhardt ruft diesen Dichter in die öffentliche Erinnerung zurück und sie zeigt, wie sehr Gerhardt das religiöse Empfinden der Menschen bis auf den heutigen Tag beeinflusst. Neben der musikalischen Untermalung durch den Thomaner Kirchenchor äußern sich Angela Merkel, Nobert Blüm und Andere zu Gerhardts Werken.
Für Lehrer & Schulen: € 35,00, inkl. lle Rechte zur öffentlichen nicht gewerbl. Vorführung. Infos: http://www.matthias-film.de

- Paul Gerhardts Balladen - aktuell oder zeitlos
Die bedeutendsten Kirchenmusiker seiner Zeit haben seine Verse vertont, und seine Kirchenlieder verbreiteten sich in Windeseile im deutschsprachigen Raum. Man sang sie in ganz Europa. Die Gotteshäuser waren neben den Marktplätzen die Orte der Popkultur, weil sich dort entschied, ob etwas populär wurde und jedes Kind es kannte. So darf man Paul Gerhardts Lieder getrost Popsongs nennen, nicht geschrieben für höfische Zirkel oder eine intellektuelle Avantgarde ? es sind Lieder für alle und es ist nicht übertrieben, wenn man die Texte Gerhardts in ihrer Bedeutung neben »We Shall Overcome«, neben »Let It Be« oder »Yesterday« von den Beatles, Bob Dylans »Blowin? in the Wind« oder Bob Marleys »No Woman, No Cry« stellt. (aus: rpi-virtuell)

- Paul Gerhardt im rpi-virtuell
Wer kennt nicht die Lieder "Geh aus, mein Herz, und suche Freud", "Befiehl du deine Wege"? Am 12.03.2007 wird der 400. Geburtstag des Pfarrers und Dichters Paul Gerhardt gefeiert. Inzwischen gibt es eine Reihe von informativen Internetangeboten, die hier für Sie zusammengestellt sind. Sie kennen weitere lesenswerte Seiten? Wir freuen uns über einen Kommentar, Ergänzungen und Rückmeldungen aller Art.

- Geh aus, mein Herz, und suche Freud - Dem Dichter Paul Gerhardt zum 400. Geburtstag
Seine Lieder werden weltweit in vielen Sprachen gesungen. Er ist der bedeutendste protestantische Lieddichter nach Martin Luther und seine Texte gehören – mit Fontane gesprochen – zu den bekanntesten "Trösteliedern" evangelischer Tradition.

- Theology.de zu Paul Gerhardts 400. Geburtstag
Paul Gerhardt wurde 1607 in Gräfenheinischen in Sachsen geboren, war seit  dem Jahr 1657 Pfarrer an St. Nikolai in Berlin. In seinem Beruf erlebte er Höhen und Tiefen, so gab er 1667 sein Amt auf und wurde zwei Jahre später in Lübben als Archidiakon gewählt. In dem Spreewaldstädtchen starb er 1676. Er ist einer der bedeutendsten Dichter von Kirchenliedern im deutschen Sprachraum. Nach Martin Luther gilt er als der bekannteste und zugleich bedeutendste deutschsprachige Kirchenlieddichter überhaupt. Auf unserer Sonderseite finden Sie Informationen zu:
- Stationen seines Lebens
- Bedeutung
- Testament
- Nachwirkung
- Links
- Musikalisches

- Paul-Gerhardt-Jahr 2007


6. Grundschul-Wiki

Wikipedia für Schüler: Die Welt ist einfach
Kinder haben ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge: "Eine Trompete ist schwer zu blasen" und "ein Pudel mag es, gestreichelt zu werden", heißt es beispielsweise im neuen "Grundschul-Wiki" im Internet. Einem Lexikon von Kindern, für Kinder. A wie Apfelbaum, F wie Froschkönig, Z wie Zwerghamster: Wenn Kinder ein Lexikon schreiben, sind ihnen andere Einträge wichtig als Erwachsenen. Und natürlich formulieren sie auch anders. Zum Beispiel so: "Die Trompete ist ein Blasinstrument, das drei Ventile hat. Sie ist schwer zu blasen." Mit diesen beiden Sätzen beginnt der Eintrag für "Trompete" auf der Webseite www.grundschulwiki.de, einem Online-Lexikon, das Kinder für Kinder erstellen.
Vorbild ist, wie schon der Name zeigt, die Internet-Enzyklopädie Wikipedia, die auf dem Wissen und den freiwilligen Beiträgen ihrer Nutzer aufbaut. Doch im Gegensatz zum großen Bruder richtet sich das Grundschul-Wiki explizit nicht an alle Internet-Nutzer, sondern ausschließlich an Lehrer und Kinder.
"Es ist ein Schonraum für Kinder, damit sie selbst ein Lexikon erarbeiten können", sagt der Grundschullehrer Martin Leupold, der die Kinder-Enzyklopädie initiiert hat. Seine Befürchtung: Am Ende wissen doch die Erwachsenen alles besser und korrigieren die Einträge so lange, bis sie echten Lexikon-Standards entsprechen, wie beim großen Wikipedia.
Nicht so beim Grundschul-Wiki: Hier werden zwar im Moment noch alle neuen Einträge überprüft, aber mit Rücksicht auf ihre Verfasser. Der Begriff "Loch im Universum" hat zum Beispiel seinen Platz im Lexikon gefunden, auch wenn der Ausdruck nicht wissenschaftlich korrekt ist. Das Gleiche gilt für die Zeichnungen, die Kinder zu einem Beitrag dazustellen können und die, wie auch die Erklärungen, Rückschlüsse auf das Alter des Autors zulassen. Schon von der ersten bis etwa zur sechsten Klasse können Kinder mitmachen. Damit der Gedanke des Kinderlexikons erhalten bleibt und Beiträge nicht auf Erwachsenen-Niveau geschrieben oder gar mutwillig zerstört werden können, müssen sich die Autoren zuvor anmelden."

Eine hervorragende Idee auch für den Religionsunterricht. Die Begriffe udn Namen und Themen warten ja nur darauf von Kindern für Kinder beschrieben und erläutert zu werden. http://www.zum.de/grundschulwiki/index.php/Hauptseite


7. Neue Materialien

- Neue Broschüre Streiten mit Neonazis? -
Zum Umgang mit öffentlichen Auftritten von Rechtsextremisten“

Die Broschüre erläutert kurz und knapp Strategien und aktuelle Aktionsformen von Rechtsextremismus. Darüber hinaus werden Tipps gegeben, wie man sich bei Veranstaltungen von Rechtsextremisten verhalten kann und welche (juristischen) Möglichkeiten vorhanden sind, um sein Hausrecht durchzusetzen und Rechtsextreme von Veranstaltungen auszuschließen. Herausgeber der Broschüre ist der Verein Miteinader e.V.. Die Broschüre steht im Internet unter www.miteinander-ev.de zum Download bereit oder kann in der Geschäftsstelle Erich-Weinert-Str.30, 39104 Magdeburg, Fon: 0391-6 20 77-3 oder per E-Mail: net.gs@miteinander-ev.de bestellt werden.

- Religiöse Zitate und Muster im populären Film
Unter dem Titel "König der Juden oder König der Löwen. Religiöse Zitate und Muster im populären Film" von Georg Seeßlen hat die ev. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen ihr Heft: "Information Nr. 134" ins Web gestellt. Lesenswert. Zu finden unter   http://www.ekd.de/ezw/dateien/EZWINF134.pdf

- "Evangelische Schulseelsorge. Hintergründe, Erfahrungen, Konzeptionen"
Hrsg. Harmjan Dam und Matthias Spenn.
Als Momentaufnahme, Zwischenbilanz und Zeitansage nimmt sie die Situation von Schulseelsorge in den unterschiedlichen evangelischen Landeskirchen in den Blick und entwickelt Perspektiven zur Weiterentwicklung von Schulseelsorge in unterschiedlichen Verknüpfungsfeldern. Die Broschüre dokumentiert die erste EKD-weite Fachtagung zu evangelischer Schulseelsorge, die im Juni 2006 stattfand. Zu bestellen über das Comenius-Institut: http://www.comenius.de

- "Wenn der Notfall eintritt..."
Handbuch für den Umgang mit Tod und anderen Krisen in der Schule: "Immer wieder fragen Verantwortliche im System Schule nach griffiger Handlungsorientierung, wenn eine Schule von Tod, Unglück oder Verbrechen betroffen ist. Auf dem Hintergrund des kirchlichen Auftrags, Menschen in Krisen zu begleiten, legen Evangelische und Katholische Kirche in Bayern ein Handbuch vor, das Schulleitung und Lehrkräften helfen soll, den Umgang mit Krisen vorzubereiten und so im Ernstfall handlungsfähig zu sein." Das Handbuch ist als Ringbuch / Ordner konzipiert und lädt ein es vor Ort mit aktuellen und konkreten Angaben, Listen und Informationen zu ergänzen.
€ 14,80 / Nach erscheinen im Mai 2006 inzwischen in der 3. Auflage.

- Impulse
Unter folgender Adresse können Sie die religionspädagogische Quartalsschrift "Impulse" des Erzbistums Köln kostenlos auf Ihren PC herunterladen.
http://www.erzbistum-koeln.de/bildung/schule-hochschule/religionspaedagogik/impulse

- Broschüre: Weblogs, Podcasts & Co
Leitfaden für den Umgang mit den neuen Kommunikationswegen
Die Broschüre versteht sich als praktischer Leitfaden für den Umgang mit neuen Kommunikationswegen im Internet und enthält eine ausführliche Anleitung zur Einrichtung eines eigenen Weblogs.
Prof. Dr. Norbert Schneider, Direktor der LfM, sagte hierzu: »Das inzwischen viel zitierte Web 2.0 löst Versprechen ein, die das Internet der ersten Generation gegeben hat: Der Nutzer wird zum Produzenten eigener Inhalte und verbreitet diese auch." Dies zeige das Potenzial, das im Medium Internet liege, setze aber auch Verantwortungsbewusstsein bei den Akteuren sowie Differenzierungsfertigkeiten bei den Konsumenten voraus.
Ekkehart Gerlach, Geschäftsführer der Deutschen Medienakademie, der von der Bertelsmann Stiftung im Jahre 2000 ins Leben gerufenen Fachakademie für Medien und Kommunikation, sagte: »Information und kommunikation müssen durch Weblogs und Podcasts nicht umgeschrieben, aber sicher ergänzt werden - und neue Geschäftsmodelle entstehen dadurch auch."

- Arbeitsbuch Medienkompetenz für Lehrer/innen
Am 27. Februar 2007 ist das Arbeitsbuch Medienkompetenz über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk für die Sekundarstufe II erschienen. Das erste seiner Art für den Schulunterricht. Herausgegeben wird es vom Westdeutschen Rundfunk Köln in Kooperation mit dem Medienzentrum Rheinland. Das Paket besteht aus einem 252-seitigen Arbeitsbuch, einer CD-ROM, einer DVD und einer CD. Ab März 2007 kann es kostenfrei über das Medienzentrum Rheinland bezogen werden.

- Etwas spät ... aber was solls:  Interkulturelle Antirassismuskalender 2007
mit Fest-, Gedenk- und Feiertagen aller großen Kulturen und Weltreligionen. Tolle Gedichte und Rätsel aus 1001er Nacht, pfiffige Sprüche, Heftiges und Nachdenkliches um 365 Tagkalender_07e mit einem lachenden und einem wachsamen Auge aktiv erleben zu können. Er passt in jede Rock- und Hosentasche, unter jede Schulbank und gibt Antworten auf viele unerhörte Fragen. Er vermittelt Tipps, Ideen und Aktionen um Gewalt, Rassismus und Rechtsextremismus zu bekämpfen und ist leicht zu verstehen für Menschen die Welten öffnen und gerne über den e eigenen Horizont blicken. Preis: pro Stück 4,- €

- bastelbogen online
Modellbaubogen für den Sachunterricht und Geschichtsunterricht. Besonders die Rubriken Mesopotamien, Ägypten und Rom sind für Religion interessant: Kirchen, Anziehpuppen für Ägypter, Papyrusrollen, Spiele, ... Die Vorlagen lassen sich ausdrucken und entsprechend weiter bearbeiten und gestalten. http://www.bastelbogen-online.de/index.html

- Weißt du wer ich bin? Materialsammlung II
Jüdische, christliche und muslimische Verbände in Deutschland haben in ihrem Projekt für ein friedliches Zusammenleben in Deutschland - »Weißt du, wer ich bin?" - das zweite Materialheft herausgebracht. Es bietet Anleitungen zu interreligiösen Aktionen in der Jugendarbeit und in Schulen und stellt entsprechende Materialien zur Verfügung. Das Heft mit 86 Seiten baut auf das erste Heft mit den Basisinformationen zum Trialog der Religionen auf. »Weißt du, wer ich bin?" wird von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), dem Zentralrat der Juden in Deutschland, dem Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) und von der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) getragen. Gefördert wird es vom Bundesministerium des Innern (BMI).  www.weisstduwerichbin.de


8. Neue Kinder- und Jugendordnung der EKHN

Kirchenleitung hat neue Kinder- und Jugendordnung beschlossen
Die Kirchenleitung hat in ihrer Sitzung am 15. Februar 2007 die neue Kinder- und Jugendordnung beschlossen. Der Text wird im Amtsblatt Nr. 4 / 2007 erscheinen, so dass die Verordnung am 01.04.2007 in Kraft tritt. Die neue Kinder- und Jugendordnung der EKHN steht als Download unter http://www.ev-jugendarbeit-ekhn.de/13.0.html zur Verfügung.

Ausserdem: Bericht 2007 Wenn Kinder und Jugendliche selbst zu Wort kommen“
Die Kirchenleitung hat in ihrer Sitzung am 22. März 2007 den Bericht des Fachbereichs Kinder- und Jugendarbeit im Zentrum Bildung zur Lebenssituation der Jugend und zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der EKHN zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Bericht unter dem Titel „Wenn Kinder und Jugendliche selbst zu Wort kommen“ wird nun der Kirchensynode vorgelegt. Der Bericht steht ab Anfang Mai auf der Internetseite www.ev-jugendarbeit-ekhn.de als Download zur Verfügung.


9. Fundsachen im Web

- Bildanalyse mit PowerPoint
Wie kann man digitale Medien zur Bildbetrachtung nutzen? Diese Unterrichtseinheit stellt ein Beispiel vor, wie die Auseinandersetzung mit Bildern durch Medienarbeit unterstützt werden kann. In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten der Bildanalyse mittels PowerPoint kennen. Ziel ist es, selbstständig Bildanalysen durchführen zu können. Der handlungsorientierte Unterricht soll sowohl Erkenntnisse zutage bringen als auch die Kommunikation über Kunst fördern. Die Analysen werden von den Schülerinnen und Schülern in PowerPoint grafisch gestützt erstellt und zu Präsentationen aufbereitet, welche zum Abschluss im Plenum vorgestellt werden.
(aus: Lehrer-Online)

- Neue Ausgabe des TheoMag
Die 46. Ausgabe des Magazins für Theologie und Ästhetik ist erschienen. Das aktuelle Heft trägt den Titel Kunst und Kirche und setzt sich mit verschiedenen Tendenzen der Begegnung mit Kunst und Architektur in der Kirche auseinander. Weitere Informationen:

- Die Rose von Jericho“
Gottesdienst zur Schulentlassung. Erarbeitet von Gemeindereferent Ulrich Frey, Seußenerstraße 4, D-95659 Arzberg-Röthenbach

- Internet Recherche: Kirche - Jahrgangsstufe: 7
Lehrerinformation, Unterrichtsentwurf, Schülermaterial, audiov. Medium. Download als PDF-Datei (Dateigröße 47 Kb)

- ZEIT online - Religion : Rituale der Ungläubigen
Alltagsrituale: Von Maskottchen im Auto bis Sternschnuppe
Auch im Alltag desjenigen, der nicht glaubt, gibt es zahlreiche rituelle Handlungen. Ihr Ursprung können mystische Bewegungen, gesellschaftliche Konventionen oder selbst gewählte Beschränkungen sein. Manchmal sind es sogar religiöse Motive, die in Vergessenheit geraten sind. Ein kleiner provokativer Blick auf Alltagsrituale - der sich vielleicht gemeinsam verlängern lässt.

- Sebastian Schubeck schreibt:
Auf der Website der Evang. Dekanatämter Schorndorf und Waiblingen findet man unter folgender Adresse eine Reihe von Arbeitsblättern für den Unterricht in der Sekundarstufe I
http://www.schuldekan-schorndorf.de/143.html
Die Arbeitsblätter sind nach Klassenstufen und innerhalb der Klassenstufen nach Themen sortiert.
Von praktischem Nutzen ist auch eine thematische Linksammlung zu religionpädagogisch relevanten Stichworten:
http://www.schuldekan-schorndorf.de/162.html

- Unterrichtsmaterial
Dorothea Meyer-Liedholz hat Materialien zum Religionsunterricht für die Mittelstufe
(5./6. Schuljahr) auf ihre Webseite gestellt. Es sind komplette einheiten zu Martin Luther King, Mutter theresa udn Anne Frank. http://www.admeyer.ch/

- Computerführerschein für Grundschülerinnen und Grundschüler
Die einzelnen Bestandteile eines Computers kennen. Den Computer ein und ausschalten und mit Fenstern umgehen können. Fähig sein, mit einem Schreibprogramm Texte zu erstellen oder mit einem Zeichenprogramm Bilder zu malen. Damit schon Grundschülerinnen und Grundschüler diese wichtigen Schlüsselkompetenzen dokumentieren können, gibt es den „Moni-Muschel-Pass“, einen Computerführerschein für Kinder. Auf den Internetseiten der Stiftung Partner für Schule NRW stehen jetzt folgende drei" Moni-Muschel“-Arbeitsblätter für Lehrerinnen und Lehrer neu zum kostenlosen Download bereit: „Bestandteile des Computers“, „Dateien und Ordner organisieren“ sowie „Fenster ein- und ausschalten“. Entwickelt wurden die Unterrichtsmaterialien zum „Moni-Muschel-Pass“ vom Team um Susanne Schulz von FoKuS Selm AöR, dem Kultur- und Weiterbildungsbetrieb der Stadt Selm. Der „Moni-Muschel-Pass“ bildet eine sinnvolle Ergänzung zu „Ed – das e-Pferdchen“, einem weiteren medienpädagogischen Angebot der Stiftung Partner für Schule NRW für Grundschulen. Im Rahmen von „Ed – das e-Pferdchen“ erlernen Grundschülerinnen und Grundschüler Basiskompetenzen im Umgang mit dem Internet, die dann in einem Internet-Führerschein dokumentiert werden.

- Internetrallye Menschenrechte
Auf die Frage »Was heißt frei sein« antwortete der französische Philosoph Voltaire einmal »Es heißt die Menschenrechte kennen«. Von den Menschenrechten ist oft die Rede, aber die meisten Menschen wissen darüber viel zu wenig. Die Internetrallye möchte Ihnen helfen, Basiswissen zum Thema »Menschenrechte« zu erwerben. Sie führt Sie nacheinander durch sechs Themenbausteine mit jeweils drei Internetadressen. Jedem Themenbaustein sind drei Fragen zugeordnet, auf die es - nach dem Multiple-Choice-Verfahren - jeweils drei Antwortmöglichkeiten gibt. Immer nur eine dieser Antwortmöglich-keiten ist zutreffend. In der Auswertung bekommen Sie dann eine Übersicht über alle Stationen Ihrer Rallye. Wählen Sie nun eine der Themenkarten oben, um die Rallye zu starten! http://www.bpb.de

- Seven Ways to die
RPI-Seminar der ED Wien - Nr. 506: »Seven Ways To Die« Studientag: Eschatologische Themen im Religionsunterricht. Inhalt: Bilder und Meditationen zu den Sieben Todsünden - Spuren in Kunst, Literatur, Musik und Film - Dantes Göttliche Komödie - Eschatologie - Höllenreisen - Projekt Tod - Eschatologisches Lächeln und Galgenhumor.

- Pilgerwanderungen auf dem Elisabethpfad
Das Frühlingswetter lockt, die Sonne strahlt, das sind ideale Bedingungen für eine Pilgerwanderung. Heute gilt die Tradition des religiösen Wanderns als modernes "Beten mit den Füßen". Anlässlich des Elisabethjahres werden zahlreiche geführte Wanderungen entlang des Elisabethpfades angeboten.

- Medienportal
Das erste umfassende Internetportal für audiovisuelle Medien zu den Themen Ethik und Religion ist online. Unter www.bildungsmedien.org bieten Matthias-Film, das Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU), steyl medien und das Katholische Filmwerk ca. 400 Medien zu Themen wie christliche Lebensgestaltung, Bibel, Kirche, christliche Feste, Meditation und Liturgie an. Auch Rubriken wie Sekten, Weltanschauungen und Gesellschaftsfragen gehören zum Angebot. Das Angebot richtet sich vor allem an Lehrer in Schulen, sowie Kinder-, Jugend- Erwachsenenbildung, die Medien wie DVD´s, CD-Roms, Audio-CDs und Videokassetten in ihrem Unterricht verwenden möchten. Aber auch in der kirchlichen Gemeindearbeit kann das angebotene Material eingesetzt werden.

- Bilddatenbank für lizenzfreie Fotos
Auf der Suche nach dem richtigen Bild sind schon viele PC-Nutzer verzweifelt. Abhilfe verspricht hier die Foto-Community PixelQuelle. PixelQuelle stellt seinen Mitgliedern rund 100.000 Fotos in 14 Kategorien kostenlos, lizenzfrei und in guter Auflösung zur Verfügung. Im Bereich "Magazin" gibt es außerdem Tipps zum Fotografieren. Mit Vorsicht sollten allerdings die Produktmeldungen gelesen werden: Es handelt sich um redaktionell nicht bearbeitete Pressemitteilungen. (aus: NetTipp)


10. Arbeit mit Konfirmanden

- "damit ich mich nach der Schule nicht hetzen muss« -  Eine Schülerbefragung zu Konfirmandenunterricht und Ganztagsschule
Susanne Michaelsen schreibt im RPI Loccum: "Wie kann Konfirmandenarbeit gestaltet werden, wenn immer mehr Ganztagsschulen entstehen und die Jugendlichen damit weniger Zeit zur freien Verfügung haben? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe der Alpika („Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Pädagogischen Institute und Katechetischen Ämter„) im Bereich der EKD. Die Alpika-Gruppe im Bereich des Konfirmandenunterrichts begann Anfang 2006, ein kirchliches Angebot von Konfirmandenunterricht an Ganztagsschulen zu konzipieren. Dieser „Schnupperkurs KU in der Schule„ – so ein Arbeitstitel für das Projekt – soll im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft an Nachmittagen oder Wochenenden an einer Ganztagsschule stattfinden und dann in Kirchengemeinden als ein Teil der Konfirmationsvorbereitung angerechnet werden können. Ziel des KU-Kurses ist es, eine bessere zeitliche Vereinbarkeit von Schule und Konfirmandenunterricht zu ermöglichen und Jugendliche, die der Kirche fern stehen, für KU zu motivieren. Nach Besuch des Kurses können die Jugendlichen selbst entscheiden, ob sie den Konfirmandenunterricht in einer Kirchengemeinde fortsetzen möchten oder nicht." 
Die Befragung im Wortlaut: http://www.rpi-loccum.de/micsch.html

- Die Zukunft des Konfirmandenunterrichtes 
Einige Forderungen am Schluß des Dokumentes von Lübking:
 "5) Für das nächste Jahrzehnt sollten wir eine Initiative für religiöse Erziehung in den Arbeitsfeldern verabreden, für die wir selbst verantwortlich sind: Von den Krabbelgruppen bis zum Kindergottesdienst.
6) Keine Gemeinde ohne Kontakte zu den Schulen in ihrem Umfeld.
7) Für die Jugendlichen, die ehrenamtlich in der Kirche mitarbeiten, sollten wir einen Service aufbauen: Kostenlose Fortbildung, verbilligte Freizeiten, besondere Mitwirkungsmöglichkeiten usw."


11. Veranstaltungen im RPZ

20.4.         
Fr. 9.30 – 17.30 Uhr
Locker bleiben. Mit intensiven Elementen die Konfirmandenzeit abrunden
Die Aufnahmebereitschaft der Konfirmand/innen sinkt. Wichtige Inhalte konnten noch nicht besprochen werden. Nur noch wenige Wochen bis zur Konfirmation…. Jetzt hilft Druck wenig. Methodisch vielfältige Ansätze von Rückblick und Ausblick, von Zusammenfassung und positiver Würdigung des gemeinsam Erlebten regen Sie und die Jugendlichen an, zu bewahren, was wichtig ist und zu erkennen, wie wertvoll die gemeinsame Zeit war. Ein Austausch zu Konfirmationspredigten ist vorgesehen.
Für Pfarrer/-innen und Gemeindepädagog/innen
Leitung: Jörg M. Reich
RPZ-Veranst.-Nr. Re070420
Tagungskosten für Pfarrer/-innen: 11,50 Euro (Zuschuss Ref. Personalentwicklung)
Weitere Informationen: katja.engel@rpz-ekhn.de

04. – 06.05.         
Fr. 15.00 bis So. 13.00 Uhr
Lasset uns Menschen machen ...“ Ist der Mensch von den Bäumen herabgestiegen oder doch himmlischen Ursprungs? Gibt es einen intelligenten Designer (Gott) oder ist alles nur Zufall? Zum neuen Glaubensstreit um die Evolutionstheorie.
Der Dialog zwischen Naturwissenschaft und Theologie ist in jüngster Zeit von neuen Spannungen geprägt und wird zunehmend leidenschaftlich geführt. Aus den USA kommt eine Debatte auch zu uns, in der bestimmte christlich-religiöse Strömungen versuchen, die Erkenntnisse und das System der modernen Evolutionsbiologie grundsätzlich in Frage zu stellen. Dahinter steht nicht nur das Bedürfnis nach Orientierung in einer Zeit zunehmender Unübersichtlichkeit und Unsicherheit, sondern auch die unerlässliche Suche nach Wahrheit. Der Streit um die Evolutionstheorie könnte kennzeichnend sein für das Verhältnis von Naturwissenschaft und Theologie zu Beginn des 21. Jahrhunderts, denn beide sind gleichermaßen von einem Verlust an Deutungskompetenz betroffen. Welchen Deutungen und Bildern dieser Welt und unseres Lebens können wir noch – oder wieder – vertrauen? Was müssen die Naturwissenschaften und die Theologie dafür leisten? Antworten auf diese Frage sind für jeden Religionsunterricht von elementarer Bedeutung.
Für Schüler/-innen, Religionslehrer/-innen und Schulpfarrer/-innen an Berufsbildenden Schulen
Leitung: Dr. Hubert Meisinger, Björn Uwe Rahlwes, Referenten aus Naturwissenschaft und Religion
RPZ-Veranst.-Nr. Ra070504               
IQ-Nr. 0321276    
25 Leistungspunkte
Kostenbeitrag: 50,00 Euro
Weitere Informationen: frauke.petter@rpz-ekhn.de

10. – 12. 05.         
Do. 15.00 bis Sa. 13.00 Uhr
Die Lebenswelten junger Menschen heute und ihre Bedeutung für den Religionsunterricht an Berufsbildenden Schulen (AfL-Tagung)
Wenn Religion für junge Menschen relevant werden soll, müssen ihre Lebenssituation, ihr Weltbild und das, was sie bewegt und prägt, in den Blick kommen. Unterrichtende müssen ein Gespür dafür entwickeln, wenn sie die großen Themen der Theologie und der Religion(en) mit den konkreten Menschen in Verbindung bringen wollen. Es geht um eine angemessene Wahrnehmung der Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Basis für einen lebensnahen Religionsunterricht sowie eine kompetente Begleitung und Beratung von Schüler/-innen.
Für Unterrichtende an Berufsbildenden Schulen und in der Sek. I und II
Leitung: Björn Uwe Rahlwes, Rainer Zwenger, pti Kassel,  
Referent: Dr. Volker Dettmar, Oberursel
RPZ-Veranst.-Nr. Ra070510                 
IQ-Nr. 0321168
20 Leistungspunkte
Kostenbeitrag: 50,00 Euro
Weitere Informationen: frauke.petter@rpz-ekhn.de


22. 05.         
Di. 09.30 bis 16.30 Uhr
Studientag: Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“
Schönheit“ als Thema im Religionsunterricht
Sieht man wirklich nur mit dem Herzen gut? Ein Blick in den Kleiderschrank oder ins Kosmetikarsenal beweist das Gegenteil: Der Mensch möchte nicht nur gut sein, er will auch gut aussehen! Die Theologie hat damit traditionell ein Problem und löst es dualistisch: Geist gegen Fleisch, äußerer Schein gegen innere Werte. Entsprechend groß sind die Berührungsängste: Von der Schöpfungstheologie bis zur Rechtfertigungslehre schweigt die Theologie über dieses Thema – zu Unrecht. Unsere Schülerinnen und Schüler führen uns täglich vor Augen, dass Äußerlichkeiten und neuer Körperkult für sie alles andere als nebensächlich sind – mit allen Problemen, die sich daraus ergeben. Für einen Religionsunterricht, der sich als lebensnah versteht, bietet das Thema „Schönheit“ eine große Chance, etwas anzusprechen, das unsere Schülerinnen und Schüler im existentiellen Sinne tatsächlich angeht. Der Studientag wird die unterschiedlichen Aspekte des Themas und seine Bedeutung für Jugendliche und junge Erwachsene beleuchten und dazu eine erprobte Unterrichteinheit mit zahlreichen praktischen Ideen vorstellen.
Für Unterrichtende in der Sek. I und II und an Berufsbildenden Schulen
Leitung: Björn Uwe Rahlwes    
Referent: Dirk Alpermann, Guntersblum
RPZ-Veranst.-Nr. Ra070522            
IQ-Nr. 0321236
10 Leistungspunkte
Kostenbeitrag: 12,50 Euro
Weitere Informationen: frauke.petter@rpz-ekhn.de

29. – 31.05.        
Di. 15.00 bis Do. 13.00 Uhr
Erzähl doch mal!“ Kinderbibeln im RU.
Auf der Suche nach geeigneten Erzählvorlagen biblischer Texte greifen viele von uns gern zu einer Kinderbibel. Doch der Markt ist unübersichtlich geworden. DIE Kinderbibel gibt es sicher nicht. Anhand von Kriterien wollen wir eine Auswahl von Kinderbibeln untersuchen und uns bewusst machen: Welche Erzählidee wird angeboten? Wie werden religiöse Sprache und religiöses Verstehen angebahnt? Wie wirken Bilder und Illustrationen? Welche theologischen Deutungsangebote transportiert die Erzählung? Daneben sollen eigene Erzählvorschläge eingebracht werden.
Für Unterrichtende an Grundschulen und Erzieher/-innen in Kindertagesstätten
Leitung: Anne Klaaßen
Co-Leitung: Joachim Dietermann, Pfarrer, Zentrum Bildung, Fachbereich Kindertagesstätten
RPZ-Veranst.-Nr. Kl070529               
IQ-Nr. 0321280
25 Leistungspunkte
Kostenbeitrag: 50,00 Euro,
Kosten für Erzieher/-innen: 97,00 Euro
Tagungskosten für Pfarrer/-innen: 97,00 Euro (Zuschuss Ref. Personalentwicklung)
Weitere Informationen: sylvia.seebach@rpz-ekhn.de


12. Neue Materialien des RPZ

Praxisideen Religion. Abitur Religion
Aufgabenstellungen und methodische Leistungen für besondere Lernleistungen und Präsentationen
Das Heft macht Mut zur Durchführung von neuen Prüfungsformen im Abitur, die so genannte „fünfte Prüfungskomponente".Es setzt praktische Impulse für das Einüben und Durchführen von Besonderen Lernleistungen und Präsentationsprüfungen:
-    Fünfzehn Beispiele von kleineren „Forschungsaufträgen" für Mittel- und Oberstufe des Gymnasiums, um die Schülerinnen und Schüler mit der Methode des Untersuchens und Präsentierens vertraut zu machen.
-    Methodische Hilfen für eigenständiges Untersuchen. Acht Kopiervorlagen für die Hand des Schülers, wie zum Beispiel: Wie mache ich eine Internetrecherche? Wie führe ich eine Umfrage oder ein Interview durch? Wie ordne ich meine Daten?
-    Das Für und Wider unterschiedlicher Präsentationsmethoden. „Handouts" für Schülerinnen und Schüler, die praktische Hilfen geben zu Fragen wie: Worauf muss ich achten, wenn ich bei der Präsentation eines Themas eine Tafelskizze machen will, worauf, wenn ich mit Overheadfolien arbeiten will, wenn ich Dias oder Bilder einsetze, wenn ich ein Bild- oder Tonfragment herstellen und einspielen will?
-    46 Aufgabenbeispiele für Präsentationsprüfungen sowie praktische Hinweise zu Organisation und Ablauf in Hessen.
-    Neun Beispiele von Besonderen Lernleistungen und eine Liste von möglichen weiteren Themen.
-    Beurteilungskriterien für Präsentationen und Besondere Lernleistungen.


Soeben erschienen: Schönberger Heft 1/2007
40 Jahre RPZ - Kompetenzzentrum für Qualität in Religion und Konfirmandenarbeit
Direktor Dr. Ernst-August Küchler geht in den Ruhestand


13. Humor und Absurdes

- Jesus sehen 
Wollten Sie immer schon mal Jesus sehen. Dann gehen Sie auf die Seite http://www.deecee.de/ und schauen Sie dort unter der Rubrik: Optische tricks. Es funktioniert! 

- Strange statues around the world
Diese Site, entstanden aus einem Weblog-Beitrag, versammelt, wie der Name schon sagt, Fotos von verrückten Statuen rund um die Welt, sortiert nach Ländern oder nach inhaltlichen "Tags". Ein Browsen durch die Galerie lässt einen manchesmal ehrfürchtig erstaunen, zu was öffentliche Kunst so alles in der Lage ist: Bizarres, Originelles, Obszönes. Eine Sammlung, die längst überfällig war.  http://saoma.com/central/

- Pure Onkelz
Was passiert wenn man die Songtexte von PUR mit denen der Böhsen Onkelz mischt? Um diese Frage zu beantworten, erzeugt diese Seite bei jedem Aufruf einen Songtext der Puren Onkelz. Bei diesen Songtexten wird jede Zeile zufällig aus einem Lied von PUR oder von den Böhsen Onkelz gewählt - jeweils vier Strophen, wenn möglich mit Paarreim. Kann man noch unterscheiden welche Zeile von welcher Band stammt? Entscheide selbst: Vorhang auf für die Puren Onkelz! Crazy. http://pureonkelz.grothkopp.com/

- Orisinal - Entzückende kleine Online-Spielchen
Putzige Schweinchen staplen, mit süßen Drachen tiefgefrorene Früchte auftauen, Koalabärchen auf Schnecken fallen lassen ... das können Sie bei Orisinal! Es warten eine Menge lustiger Spielchen auf Sie, die auch noch super süß umgesetzt sind! Viel Spaß! http://www.ferryhalim.com/orisinal/

- Die höchste Webseite der Welt 
ist 18,939 km hoch. Hier zu sehen: http://worlds-highest-website.com/de/#hades


14. Außerdem: Zur Perspektive des Hauses

Die Tagungshäuser der Ev. Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) werden derzeit auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüft, denn sie benötigen hohe Zuschüße seitens der Landeskirche. Auch das RPZ Schönberg ist davon betroffen. Eine mögliche Schließung, Verlagerung, Reduzierung auf ein Institut und andere Veränderungen stehen zur Debatte. Wir sind von der Notwendigkeit des Weiterbestandes des RPZ als Institut mit Tagungshaus überzeugt.  Deshalb finden Sie unter der Rubrik "Zur Perspektive des Hauses" in diesem Neswletter in Zukunft jeweils Splitter, Gedanken, Argumente für den erhalt dieses Hauses im Fortgang des Prüfprozesses.   

Diesen Monat: Die Prozentrechnung! 
Es geht um die Wirtschaftlichkeit der Tagungshäuser. Hier wird derzeit beim RPZ Schönberg von einer Auslastungsquote von 40 % ausgegangen. Nanu, denkt man da. Steht das Haus denn über die Hälfte der Zeit leer? Da liegt der Schluß, dass hier nicht optimal gearbeitet wird nahe und die Möglichkeit einer Schließung eines solch "ineffizienten" Hauses nicht fern. 
Aber: Auslastung ist hier immer nur definiert auf Grundlage der Übernachtungen. Nun finden im RPZ Schönberg gemäß des inhaltlichen Auftrages dieses Hauses auch eine große Zahl an Tagesveranstaltungen statt: Studientage, Fachkonferenzen, GKA und RPA Sitzungen, Konsultationen und Beratungen und vieles mehr. All dies wäre auch aufzuweisen und zu dokumentieren, wenn das interessieren würde. Das RPZ ist hoch lebendig. Die Räume werden genutzt und sind notwendig für die religionspädagogische Arbeit der EKHN- nur schlägt sich nicht alles in den "Übernachtungen" nieder. 


15. Außerdem: Zur Perspektive 2025

- Szenarien zeigen Tendenzen für die Zukunft der Kirche auf
Regionen sollen gestärkt, Leitung und Verwaltung klar strukturiert sein und das evangelische Profil soll deutlicher werden.
Der Abschlussbericht der zweiten Phase des Projektes „Perspektive 2025“ und die Empfehlungen an die Kirchenleitung sind fertig gestellt. Ein paar große Linien zeichnen sich ab und sie sind in allen drei entwickelten Szenarien sehr ähnlich. Zum einen verlangen alle Visionen für die EKHN im Jahr 2025 eine Stärkung der Regionen, also der Dekanate, sowie klare Leitungs- und Verwaltungsstrukturen. Auch die Profilierung "Evangelische Kirche" ist verlangt. Die Kirche wird sich jedoch in den unterschiedlichen Lebensräumen der Mitglieder unterschiedlich entwickeln.
(aus: EKHN Newsletter)
Leider taucht das Arbeitsfeld "Schule" in den Perspektivdiskussionen der Ev. Kirche in Hessen und Nassau kaum auf. Ein blinder Fleck mit möglicherweise fatalen Folgen!
Dort finden Sie auch dioe Synodenvorlage: http://www.perspektive2025.de/aktuelles.php


Impressum

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:
Uwe Martini (Direktor)
Religionspädagogisches Studienzentrum Schönberg
Im Brühl 30
61476 Kronberg
Telefon: 06173 - 9265 - 0
Fax: 06173 - 9265 190
Erreichbar unter: uwe.martini@rpz-ekhn.de
Website: www.rpz-ekhn.de

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