Auf der anderen Seite kommt die Konfirmandenarbeit unter Druck durch eine sich in den Nachmittag ausweitende Schule. In den Gemeinden wächst die Zahl der Gemeindepfarrer/innen, die sich aus der Konfirmandenarbeit zurückziehen. Soll die Konfirmandenarbeit nicht doch eher mit den Kindern in der Grundschule umgesetzt werden (Modell 3/8)? Inwieweit entspricht unsere Konfirmandenarbeit in der EKHN zeitgemäßer religionspädagogischer Arbeit und deren Qualitätsansprüchen? Wie verknüpfen wir die Konfirmandenarbeit mit anderen Bereichen der Gemeindearbeit?
Wir wollen uns diesen Fragen widmen und laden Sie herzlich ein mitzuwirken, um gemeinsam tragfähige Antworten zu finden !
Anlass ist uns die
bundesweite Studie zur Konfirmandenarbeit, die im Auftrag der Gliedkirchen der EKD seit 2007 durchgeführt wurde. Jedes Jahr lassen sich in Deutschland mehr als 250.000 Jugendliche konfirmieren. Was motiviert die jungen Menschen zur Teilnahme an Konfirmandenunterricht und Konfirmation? Welche Erfahrungen machen sie in ihrer Konfirmandenzeit? Welche Konzeptionen verfolgen Pfarrer/innen und Ehrenamtliche in der Konfirmandenarbeit und was erreichen sie damit? Welche Auswirkungen hat Konfirmandenarbeit aus Sicht der Eltern? Im Auftrag der Gliedkirchen der EKD wurden im Konfirmandenjahrgang 2008 über 11.000 Konfirmanden sowie Mitarbeitende und Eltern in 635 Kirchengemeinden befragt. Zusätzlich erhielten zudem eine repräsentative Auswahl von Gemeinden der EKHN eigene Fragebögen. Ergebnisse dieser Studie wollen wir am 18.3.2009 vorstellen und diskutieren, um Schlüsse für die Konfirmandenarbeit in der EKHN zu ziehen.
Dazu begrüßen wir:
Herrn Pfarrer z.A.
Wolfgang Ilg, Dipl.-Psych. , Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Tübingen und Projektleiter der Bundesweiten Studie zur Konfirmandenarbeit.
Am Nachmittag wollen wir mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Konfirmandenstudie vertiefen. Dazu begrüßen wir:
Herrn Pfarrer
Anssi Elenius von der Finnischen Ev. Gemeinde in Frankfurt, der regelmäßig Konfirmandenlager in Finnland mit deutsch-finnischen Jugendlichen vorbereitet und leitet und
Herrn Dr.med.
Bernhard Stier, Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin . Beauftragter für Jugendmedizin des hessischen Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. . Zahlreiche Veröffentlichungen und Mitarbeit bzw. Leitung von Arbeitsgemeinschaften zu den Themen Kinder- und Jugendgynäkologie, Gewaltproblematik, Arzt-Lehrer-Kooperation „Gesunde Schule“ und Medienpädagogik.
Mit Herr Elenius betrachten wir das finnische Modell der Konfirmandenarbeit auf dem Hintergrund der eigenen EKHN-Praxis und der Studie. Mit Herrn Dr. Stier ziehen wir die Ergebnisse aktueller Pubertäts- und Hirnforschung zu Rate, um Perspektiven für die eigene Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden zu entwickeln.
Tagesablauf:
9.45 – 10.00 Ankommen / Begrüßungskaffee
10.00 Begrüßung
10.15 – 11.30
Vorstellung der Ergebnisse der bundesweiten Studie durch Herrn Ilg
11.30 – 12.30 Aussprache im Plenum
12.30 – 13.45 Mittagessen
13.45 – 14.00 Start in den Nachmittag / Impuls
14.00 – 15.30 Arbeitsgruppen
a) Pfarrer Elenius : Von Skandinavien lernen – Finnische Perspektiven zur Konfirmandenarbeit
b) Dr. Stier: Zwischen den Welten leben! Pubertät und Konfirmandenarbeit
15.30 – 16.00 Verabredungen zur Weiterarbeit
Die Teilnahme ist kostenlos. Sie sind Gast des RPZ.
Anmeldungen bitte bis 9. März
an das RPZ Schönberg ,
Katja Engel (Sekretariat Reich):
email:
katja.engel(at)rpz-ekhn.de ,
Tel.: 06173 9265 134